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Shalom Auslander


Shalom Auslander wuchs in einer jüdisch-orthodoxen Familie in Monsey, New York, auf. Seine aufsehenerregende Sammlung von Short Storys, Vorsicht, bissiger Gott, erschien 2007 im Berliner Taschenbuch Verlag. Er schreibt regelmäßig Kolumnen und Kurzgeschichten für The New Yorker, Esquire und The New York Times Magazine.
Eine Vorhaut klagt an wurde von der New York Times zu einem der 100 besten Bücher des Jahres 2007 gewählt. Shalom Auslander
lebt in Brooklyn.

www.shalomauslander.com

Chaim Be’er


Chaim Be’er wurde 1945 in Jerusalem als Sohn einer orthodoxen Familie geboren. Er arbeitete zunächst als Korrektor, schließlich als Kolumnist für eine große Tageszeitung. Heute ist er Lektor in dem renommierten Literaturverlag Am Oved und unterrichtet Literatur an der Universität Tel Aviv. Sein schriftstellerisches Werk wurde mehrfach ausgezeichnet.

Tahar Ben Jelloun


Tahar Ben Jelloun wurde am 01.12. 1944 in Fès, Marokko geboren. Nach dem Abitur 1963 nimmt er das Studium der Philosophie in Rabat auf. Wegen des Verdachts, eine studentische Demonstration organisiert zu haben, wird er im Juli 1965 in einem Straflager interniert. 1968 nimmt er das Studium wieder auf, wird Philosophielehrer in Tetouan und Casa- blanca. 1971 geht er nach Paris, wo er sich als Publizist und Schriftsteller niederläßt. Für Die Nacht der Unschuld erhielt er 1987 den »Prix Goncourt«. Das Buch wurde, wie der Roman Sohn ihres Vaters (1985), auch in Deutschland ein großer Erfolg. Der korrumpierte Mann (1994) wurde mit dem  »Prix Méditerranée« ausgezeichnet. Papa, was ist der Islam?, eine Unterhaltung mit seiner Tochter Mérième über den Rassismus, wurde in 25 Sprachen übersetzt. Für den Roman über ein marokkanisches Foltergefängnis, Das Schweigen des Lichts (2001) wurde ihm der renommierte internationale  »IMPAC-Literaturpreis« 2004 zugesprochen. Im September 2004 erschien Der letzte Freund - eine bewegende Geschichte von Freundschaft und Verrat. 2006 wurde Ben Jelloun mit dem »Prix de la Paix de l'Association des Nations Unies en Espagne« ausgezeichnet und sein neuester Roman Verlassen veröffentlicht, in dem der Autor dem massenhaften Exodus aus Nordafrika ein figuren- und facettenreiches Gesicht gibt. Im März 2010 erschien das Pendant dazu: Zurückkehren - »Ein ergreifender Roman mit Beckett’schen Zügen« (Le Magazine Littéraire). Tahar Ben Jelloun gilt als bedeutendster Vertreter der französischsprachigen Literatur des Maghreb. Er lebt in Paris und Tanger.

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Ronan Bennett


Ronan Bennett wuchs in Belfast auf. Er hat bisher fünf Romane veröffentlicht, darunter Über den dunklen Fluss (2002) und Havoc in its Third Year (2004). Zugzwang erschien 2006 als Fortsetzungsroman in The Observer. Bennett lebt mit seiner Familie in London.

Thomas Binotto


Thomas Binotto, geboren 1966, ist Journalist und Buchautor. Seit er zuhören kann, ist er geschichtensüchtig. Und weil er als Sechsjähriger im Kino »The Kid« von Charlie Chaplin gesehen hat, ist er auch noch kinosüchtig geworden. Aber er hat sich redlich bemüht, diese Leidenschaften in den Griff zu bekommen, und arbeitet deshalb als Filmkritiker für die NZZ, den filmdienst u. a. Nun kann er auch vormittags ins Kino und behaupten, das sei Arbeit. Er hat vier Kinder im kinofähigen Alter und lebt in Schaffhausen, Schweiz. 

William Boyd


William Boyd wurde am 7. März 1952 in Accra (Ghana) geboren. Er studierte an der Gordonstoun School, der Glasgow University und am Jesus College in Oxford. Sein erster Roman A Good Man in Africa erschien 1981, während er als Englischdozent am St. Hildas Colleges (Oxford) tätig war, und gewann gleich zwei Preise: den Whitbread First Novel Award und den Somerset Maugham Award. Das Granta Magazine und das Book Marketing Council wählte Boyd 1983 zu den 20 besten jungen britischen Erzählern.


Kiran Desai


Kiran Desai, Tochter der Schriftstellerin Anita Desai, wurde 1971 geboren. Sie studierte an der Columbia University und lebt heute abwechselnd in Indien, England und den USA. Ihr erster Roman erschien in Deutschland 1998 unter dem Titel Der Guru im Guavenbaum.

Lisa-Marie Dickreiter


1978 in Furth im Wald geboren, studierte an der Filmakademie in Ludwigsburg Drehbuch. Sie erhielt diverse Stipendien und Preise für ihr literarisches Schaffen. „Vom Atmen unter Wasser“ ist Dickreiters erster Roman. Ihr gleichnamiges Drehbuch wurde 2008 mit Andrea Sawatzki, Adrian Topol und Thorsten Merten verfilmt. Lisa-Marie Dickreiter lebt in Berlin.

www.lisamariedickreiter.de


Tishani Doshi


TISHANI DOSHI ist Tänzerin, Journalistin und Autorin. Für ihre Lyrik wurde sie mehrfach ausgezeichnet. DIE GLÜCKSUCHER ist ihr erster Roman. Tishani Doshi lebt im indischen Chennai.

Daniela Dröscher


Daniela Dröscher, geboren 1977 in München, studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie in Trier und London und promovierte an der Universität in Potsdam zur Poetologie Yoko Tawadas. Sie schreibt Prosa, Theaterstücke, Essays, erhielt 2005 den Essaypreis der Jungen Akademie Berlin sowie den Schiller-Essay-Preis der Stadt Weimar. 2008 nahm sie als Stipendiatin an der Autorenwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin teil.

Mathias Énard


Mathias Énard, geboren 1972 in Niort (Westfrankreich), Studium der Kunstgeschichte und der orientalischen Sprachen, lebt, nach längeren Aufenthalten im Nahen Osten, heute in Barcelona, wo er Arabisch lehrt. Für Zone erhielt er in Frankreich 2008 den Prix Décembre und 2009 den Prix du Livre Inter, in Deutschland den deutsch-französischen Candide-Preis 2008.

Péter Esterházy


Péter Esterházy wurde 1950 in Budapest in einer Familie geboren, die zu den ältesten der ungarischen Aristokratie gehört. 1951 wurde die Familie von den Kommunisten enteignet und als Volksfeind in ein abgelegenes Dorf verbannt. 1957 durfte sie wieder nach Budapest zurückkehren. Péter Esterházy machte auf einem Piaristengymnasium sein Abitur, 1969 — 1974 studierte er Mathematik an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Budapest, 1974 - 1978 arbeitete er an einem Institut für Datenverarbeitung. Seit 1978 lebt er als freiberuflicher Schriftsteller. Als Stipendiat des DAAD-Künsterlerprogramms verbrachte Péter Esterházy 1980 längere Zeit in West-Berlin, 1996/97 war er Fellow im Wissenschaftskolleg Berlin. Er ist u.a. Mitglied in der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Er lebt mit seiner Familie in Budapest.


Richard Ford


Richard Ford wurde 1944 in Jackson, Mississippi, geboren und lebt heute in Maine. Nach dem Literaturstudium und diversen Jobs u.a. als Sportreporter, gelang ihm mit seinem gleichnamigen Roman 1986 der Durchbruch. 1996 erhielt Ford sowohl den Pulitzer Preis als auch den PEN/Faulkner Award für Unabhängigkeitstag.


Nadine Gordimer


Nadine Gordimer wurde am 20. Nov. 1923 in Springs/Transvaal bei Johannesburg als Tochter jüdischer Eltern geboren. Die Mutter stammte aus England, der Vater aus Litauen. Schon während der Schulzeit unternahm sie mit Kindergeschichte die ersten schriftstellerischen Versuche. Mit 15 wurde ihre erste Erzählung publiziert. Nach dem Studium der Geisteswissenschaften widmete sie sich ganz dem Schreiben. 1949 erschien ein erster Band mit Kurzgeschichten, 1953 folgte ihr, noch stark autobiographisch geprägter Debütroman The Lying Days (dt. Entzauberung).
Seit ihrer Kindheit mit der Realität der Apartheidspolitik konfroniert, beschreibt sie in ihren Büchern immer wieder schwarze und weiße Opfer des Rassismus. Ihr politisches Engagement für die Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung machte sie bald zur persona non grata in Südafrika. Dennoch beruht ihre Wirkung nicht auf agitatorischer Polemik, sondern auf einer seismographischen Sensibilität. Sie wird gerühmt als eine Meisterin der leisen Töne und »Schriftstellerin der Nuance« (François Bondy).
Gordimer erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1974 den begehrten englischen Booker Prize für »The Conservationist« (dt. »Der Besitzer«) und 1985 den Nelly-Sachs-Preis der Stadt Darmstadt. 1991 erhielt sie als siebte Frau den Nobelpreis für Literatur.
Obwohl die Frage nach der Zukunft des kolonisierten Afrika und das Engagement gegen den Rassismus, oder die Frage nach dem Platz der »weißen Afrikaner« in Südafrika nach einem Sieg der schwarzen Mehrheit, die Gordimer in Essays und Romanen immer wieder stellt, ihrer Literatur einen unverwechselbaren Stempel aufdrücken, begreift sich die Südafrikanerin nicht in erster Linie als politische Autorin. Als der ANC, dessen Mitglied Gordimer seit 1990 ist, sie als Kandidatin für die ersten freien und demokratischen Wahlen aufstellen wollte, lehnte sie mit der Begründung ab, sie sei Künstlerin nicht Politikerin. Über sich selbst sagt sie, »Ich bin ein unpolitischer Mensch in einer Situation, in der man politisch sein muss, um Wirkung zu haben.« »Ich habe nichts anzubieten als mein schriftstellerisches Talent.« Dieses Talent erlaubt ihr, der Welt verständlich zu machen, »inwieweit die Apartheid das Leben ganz normaler Leute durcheinander gebracht hat«. Auch als »unpolitischer Mensch« nimmt Gordimer in zahllosen Organisationen aktiv an den Veränderung in ihrem Land teil und gestaltet auf ihre Weise, mit einer unbestechlichen Beobachtungsgabe und ihrer Aufmerksamkeit für die Psychologie des Individuums in bestimmten, sozialen und politischen Situationen, das neue Südafrika.

http://www.nobelpreis.org/Literatur/gordimer.htm


Tatjana Gräfin Dönhoff


Tatjana Gräfin Dönhoff, geboren 1959 in München, absolvierte zunächst eine verlagskaufmännische Ausbildung beim Kölner Stadt-Anzeiger und studierte dann Politik, Geschichte und Journalistik. Nach dem Diplom arbeitete sie als Reporterin beim Stern, lebte lange in London, war Chefreporterin bei The European und zurück in Hamburg bei Max. Als freie Journalistin schrieb sie für verschiedene deutsch- und englischsprachige Zeitungen und Magazine. 1999 gründete sie ihr eigenes Medienunternehmen brain drain in Hamburg und veröffentlichte 2004 Weit ist der Weg nach Westen, ein politisches Reisebuch auf der Fluchtroute ihrer Großtante Marion Gräfin Dönhoff durch das nördliche Polen. Zuletzt erschien von ihr die Romanfassung des erfolgreichen ARD-Zweiteilers Die Flucht (Bloombury Berlin 2007).

Benoîte Groult


Benoîte Groult, Jahrgang 1920, ist Autorin zahlreicher Bücher, unter anderem »Tagebuch vierhändig« (zusammen mit ihrer Schwester Flora Groult), »Die Dinge wie sie sind« und »Leben heißt frei sein«. Ihr erfolgreichstes Buch war »Salz auf unserer Haut« mit einer deutschen Gesamtauflage von über 2,5 Millionen Exemplaren.

Michael Haneke


Geboren 1942
Studium der Philosophie, Psychologie und Theaterwissenschaft in Wien
1967-1970 Redakteur und Fernsehspieldramaturg beim Sûdwestfunk (ARD)
Seit 1970 freischaffender Regisseur und Drehbuchautor
Theaterproduktionen in Stuttgart, Dûsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Mûnchen, Berlin und Wien.
Zahlreiche seiner Filme wurden international ausgezeichnet, u.a. Funny Games, Die Klavierspielerin, Code unbekannt, Wolfszeit, Caché. Das weisse Band offizieller deutscher Kandidat im Rennen um den OSCAR 2010 in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film.

Jennifer L. Holm & Matthew Holm


Die Geschwister Jennifer L. und Matthew Holm haben schon als Kinder mit Plüschmäusen gespielt. Jennifer L. Holm ist heute die Autorin viel gelobter Jugendbücher, darunter der international mehrfach preisgekrönte Roman May Amelia. In den Wäldern am großen Fluss (2004). Matthew Holm ist Graphiker und freier Schriftsteller. Keiner von beiden hat Mäuse, allerdings hat Matthew ein Wiesel und Jennifer einen kleinen Sohn, der gern Käse isst.

Daniel Höra


Daniel Höra, geboren in Hannover, wuchs in einer Hochhaussiedlung am Stadtrand auf. Er machte in seiner Jugend selbst Erfahrungen mit Polizei und Justiz. Nach der Schule arbeitete er am Fließband, war Möbelträger, Altenpfleger und Taxifahrer. Er holte das Abitur nach und versuchte sich erfolglos als Student. Seit einigen Jahren lebt und arbeitet er als TV-Redakteur in Berlin.

Khaled Hosseini


Khaled Hosseini wurde 1965 in Kabul, Afghanistan, geboren. Er ist das älteste von fünf Kindern eines Diplomaten und einer Lehrerin. 1976 zog seine Familie nach Paris, wo sein Vater eine Stelle in der Botschaft Afghanistans übernahm. 1980 sollte ihn der diplomatische Dienst wieder nach Afghanistan zurückführen. Doch zu diesem Zeitpunkt befand sich das Land, nach einem blutigen kommunistischen Staatsstreich, im Krieg mit den sowjetischen Invasoren. Khaled Hosseini und seine Familie erhielten 1980 politisches Asyl in den Vereinigten Staaten und zogen nach San Jose in Kalifornien. Nach Abschluss der San Diego Universität lebt Kahled Hosseini heute als Arzt in Nordkalifornien. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Sein erster Roman Drachenläufer erschien in 40 Sprachen mit einer Weltauflage von 12 Millionen Exemplaren und wurde 2007 mit großem Erfolg von Marc Forster verfilmt.


Viktor Jerofejew


Viktor Jerofejew, 1947 in Moskau geboren, gilt als einer der führenden Autoren Russlands. Er schreibt regelmäßig für die New York Review of Books und den New Yorker sowie für Geo, Die Zeit und die Frankfurter Allgemeine Zeitung; zudem ist er Herausgeber der ersten russischen Nabokov-Ausgabe. Sein erster Roman Die Moskauer Schönheit ist inzwischen in 27 Sprachen übersetzt worden. Im Berlin Verlag erschienen bereits seine Romane Das jüngste Gericht (1997) und Der gute Stalin (2004).


Sayed Kashua


Sayed Kashua wurde 1975 geboren und lebt im palästinensischen Teil des Dorfes Beit Safafa bei Jerusalem. Er ist Filmkritiker und Kolumnist der in Tel Aviv erscheinenden Wochenzeitung Ha’Ir.
Sayed Kashua ist verheiratet und hat eine Tochter und einen Sohn. 2002 erschien im Berlin Verlag sein Debütroman Tanzende Araber.   Da ward es Morgen, sein zweiter Roman erschien 2005. Seit 2006 schreibt er regelmäßig in der Wochenzeitung Haaretz.

Wolfgang Korn


Wolfgang Korn, geboren 1958, arbeitet als Wissenschaftsjournalist und Autor in Hannover. Er schreibt für Zeitungen und Zeitschriften (u. a. für »GEO« und »DIE ZEIT«) und hat mehrere Sachbücher zu archäologischen
Themen veröffentlicht. Zuletzt erschien von ihm »Unsere Geschichte. Von der Urzeit bis ins Mittelalter« (2006).

Ariella Kornmehl


Ariella Kornmehl, 1975 geboren, wohnt in Amsterdam, wo sie Philosophie studierte. Sie lebte zwei Jahre in Johannesburg. 2001 erschien ihr Debüt Huize Goldwasser, mit dem sie Publikum und Kritik begeisterte. Der Schmetterlingsmonat wurde mit J. M. Coetzees Romanen verglichen.

Benjamin Kunkel


Benjamin Kunkel wuchs in Colorado auf. Er schreibt für Dissent, The Nation und The New York Review of Books und ist Mitgründer des Magazins n+1. Unentschlossen ist sein erster Roman.

Silke Lambeck


Silke Lambeck ist ausgebildete Journalistin und arbeitet als freie Autorin und Dozentin. 2001 erhielt sie den Theodor-Wolff-Preis und im März 2006 wurde bei »Rowohlt Berlin« das Buch Das große Jein veröffentlicht, das sie zusammen mit Regine Zylka verfasst hat. Im Februar 2007 erschien von ihr das Kinderbuch Herr Röslein im Verlag »Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher«.  Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin. 

Irina Liebmann


Irina Liebmann, geboren 1943 in Moskau als Tochter des deutschen Journalisten Rudolf Herrnstadt und der russischen Germanistin Valentina Herrnstadt, studierte Sinologie in Leipzig. Von 1966 bis 1975 arbeitete sie als Redakteurin für die Zeitschrift "Deutsche Außenpolitik". Seit 1975 lebt sie als freie Schriftstellerin in Ost-, seit 1988 in Westberlin. Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Preise, u. a. den Aspekte-Literaturpreis und den Berliner Literaturpreis.

Jonathan Littell


Jonathan Littell, 1967 in New York geboren, ist in Frankreich aufgewachsen, wo er 1985 das Abitur machte. Anschließend studierte er an der Yale Universiy(USA). Zwischen 1993 und 2001 arbeitete er für die humanitäre Organisation „Aktion gegen den Hunger“ (ACF) in Bosnien und Afghanistan, im Kongo und in Tschetschenien. Für seinen Roman erhielt er 2006 den Grand Prix du Roman der Académie Française und den Prix Goncourt

Karen Mcleod


Karen Mcleod arbeitet als Stewardess und tritt als Burlesque Queen und Performancekünstlerin auf. Sie ist 34 Jahre alt und lebt in South London. Dies ist ihr erster Roman, sie schreibt gerade an ihrem zweiten.

Anne Michaels


Anne Michaels wurde am 1958 in Toronto geboren. Seit Jahren unterrichtet sie "Creative Writing" an der University of Toronto. Ihr erstes Buch, die Lyriksammlung "The Weight of Oranges", erschien 1986; ihr zweiter Gedichtband "Miner's Pond", erschien 1991; ein weiterer Lyrikband wird 1997 folgen. Zur Zeit schreibt sie an einem neuen Roman.

Julianne Moore


Die rothaarige US-Schauspielerin Julianne Moore ist durch zahlreiche Filme (aktuell »Die Stadt der Blinden«) weltbekannt und wurde bereits viermal für den Oscar nominiert. Mit dem Regisseur Bart Freundlich hat sie zwei Kinder.

Haralampi G. Oroschakoff


Haralampi G. Oroschakoff, Maler, Zeichner und Schriftsteller, wurde 1955 in Sofia geboren. Der Urenkel des Staatsmannes Gawril Oroschakoff entstammt einer Familie, die zahlreiche Spuren in der Geschichte Russlands, Bulgariens und Serbiens
hinterlassen hat. Er floh 1963 mit seiner Familie nach Belgrad, 1964 emigrierten sie nach Österreich. Heute lebt und arbeitet Haralampi G. Oroschakoff in Berlin und Théoule sur Mer. Seit Anfang der achtziger Jahre zahlreiche Ausstellungen, Lehraufträge
und Publikationen im internationalen Kulturbetrieb. 2003 Schenkung der „Sammlung Oroschakoff Moskauer Konzeptualismus“ an das Kupferstichkabinett Berlin.

Carles Porta


Carles Porta i Gaset, geboren 1963 in Vila-Sana, Katalonien, ist Journalist und Reporter für den katalanischen Fernsehsender TV3. Porta war als Kriegsberichterstatter u. a. in Bosnien, Ruanda, Haiti, Algerien, Kosovo, Israel und Pakistan. Sein Buch über Tor ist das Ergebnis von acht Jahren genauester Recherchearbeit.

Kate Reardon


Kate Reardon ist seit zwanzig Jahren als Mode-Redakteurin von Magazinen wie Vogue, Tatler, Vanity Fair tätig und schreibt Kolumnen für die Times. Sie lebt in London und Wiltshire. Ihre Website toptipsforgirls.com gehört zu den beliebtesten virtuellen Plattformen für Frauen. Mit Top Tips for Girls ist jetzt eine Auswahl der besten Tipps in Buchform erhältlich.

James Salter


James Salter, eigentlich James Horowitz, wurde am 10. Juni 1925 in Washington D.C. geboren. Aufgewachsen ist er in New York, an der Upper East Side von Manhattan. Nach Abschluß seines Studiums in West Point trat er 1945 als Kampfflieger in die US Air Force ein. Salter diente 12 Jahre lang in den USA, in Europa, im Pazifik und in Korea. Nach Erscheinen seines ersten Buches The Hunter, das auf seinen Einsätzen als Pilot im Korea-Krieg basiert, nahm er 1957 seinen Abschied vom Militär. Die folgenden 20 Jahre arbeitete Salter als Drehbuchautor. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören Downhill Racer mit Robert Redford, sowied er dokumentarische Kurzfilm Team Team Team, mit der 1962 bei den Filmfestspielen in Venedig den ersten Preis gewann. 1980 entschied Salter, der Filmwelt den Rücken zu kehren und seine Zeit ganz der Literatur zu widmen. Seitdem lebt Salter als freiberuflicher Schriftsteller und Mitglied des PEN-Zentrums der USA mit seiner Frau und seinem Sohn auf Long Island und in Aspen, Colorado.
Insgesamt schrieb Salter sechs Romane und Erzählbände. In Deutschland wurde er mit seinen großen Romanen Lichtjahre und Ein Spiel und ein Zeitvertreib bekannt. Nach mehr als zehnjähriger Arbeit erschien 1997 seine Autobiographie Burning the Days (dt. Verbrannte Tage, 2000), die sein reiches und abwechslungsreiches Leben schildert. Zuletzt publizierte der Berlin Verlag Cassada, einen frühen Roman, den Salter noch einmal überarbeitete, und den nach Dämmerung zweiten Kurzgeschichtenband Letzte Nacht.


Fridolin Schley


Fridolin Schley wurde 1976 in München geboren, wo er auch heute wieder lebt. Er studierte an der Hochschule für Fernsehen und Filmsowie Germanistik, Philosophie und Politik in München, Berlin und London. Für seine bisher erschienenen Bücher Verloren, mein Vater (2001) und Schwimmbadsommer (2003) wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bayerischen Staatsförderpreis. Mit seiner Erzählung Unannehmlichkeiten durch Liebe (Aus: Wildes schönes Tier) wurde Schley 2007 von der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises nach Klagenfurt eingeladen. Im Dezember 2007 wird Fridolin Schley mit dem Tukan-Preis ausgezeichnet.


Elke Schmitter


Elke Schmitter, geboren 1961 in Krefeld, NRW, studierte Philosophie in München. Sie lebt in Berlin.

Literarische Vita: Erste Veröffentlichung von Gedichten in "Akzente", 1980. 1981 erschien der Lyrikband "Windschatten im Konjunktiv" beim Machwerk Verlag, Siegen. 1989 veröffentlichte sie Kommentare zur Lyrik von Heinrich Heine beim Hanser Verlag, München ("Und grüß mich nicht unter den Linden"). 2000 erschien der Roman "Frau Sartoris", 2002 der Roman "Leichte Verfehlungen", 2005 der Lyrikband "Kein Spaniel", 2006 der Roman "Veras Tochter" (alle beim Berlin Verlag).

Lieferbare Titel: Alle außer "Windschatten im Konjunktiv"
Übersetzungen: "Frau Sartoris" in siebzehn Sprachen, "Leichte Verfehlungen" ins Niederländische und Französische.


Journalistische Vita: Elke Schmitter ging nach dem Studium zum Lektorat des S. Fischer Verlages, FaM. 1989 wechselte sie zur taz in Berlin, wo sie erst als Kulturredakteurin, dann in der Chefredaktion (mit Michael Sontheimer) arbeitete. Zwischen 1994 und 2001 war sie als Autorin vor allem für die "Süddeutsche Zeitung" und "Die Zeit" tätig, gelegentlich für die "FAZ". Seit 2001 ist sie Mitglied der Kulturredation des "Spiegel".

Hin und wieder Vorträge, Radiobeiträge, Essays als Autorin und/oder Journalistin; Tagungsbeiträge zu Günter Anders, zum Thema Neid (im Einstein Institut Potsdam); zum Fernsehen als biographischer Sonderfall (Eröffnungsrede bei den Mainzer Fernsehtagen); selten Beiträge zu Sammelbänden (zu Arno Schmid, 1994) und Katalogbeiträge (zum Werk von Dany Paal). Aufsatz über Simenon in einer biographischen Anthologie zu Simenon (Diogenes Verlag, 2003); Nachwort zur Neuübersetzung von "Gefährliche Liebschaften" (Hanser Verlag, 2003)
Zeitweise Mitglied der Jurys des Geschwister-Scholl-Preises, des Huchel-Preises, des Brentano-Preises.

Ben Schott


Ben Schott ist Fotograf, Designer und leidenschaftlicher Sammler kurioser Daten und Fakten. Sein originales Sammelsurium sowie die Nachfolger Essen & Trinken und Sport, Spiel & Müssiggang wurden in Deutschland - wie zuvor in Großbritannien und in den USA - zu sensationellen Bestsellern. Er lebt in London.

Schotts Sammelsurium - Der Film

Preis für den kuriosesten deutschen Buchtitel


Tom Schulz


Tom Schulz wurde 1970 in der Oberlausitz geboren, seit 2002 veröffentlicht er Lyrik und Prosa. Er ist Dozent für „Kreatives Schreiben“ und Lyrikworkshops an der Universität Augsburg und Redakteur der Literaturzeitschrift „Lauter Niemand“. Zusammen mit Björn Kuhligk gibt er die Kneipenbuchreihe im Berliner Taschenbuchverlag heraus. Zuletzt erschienen von ihm die Bände Vergeuden, den Tag, kookbooks 2006, Hundert Jahre Rütli, SuKuLTur 2007 und Abschied von Gomera, Eloisa Cartonera 2008.

Ingo Schulze


Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren. Von 1983 bis 1988 studierte er Klassische Philologie in Jena und arbeitete anschließend als Dramaturg am Landestheater in Altenburg. Im Herbst 1989 verließ Ingo Schulze das Theater, um als politischer Journalist zu arbeiten. 1993 lebte er für ein halbes Jahr in St. Petersburg, wo er half, ein Anzeigenblatt redaktionell aufzubauen.

Für sein Debüt 33 Augenblicke des Glücks erhielt Ingo Schulze 1995 u. a. den Förderpreis des Alfred-Döblin-Wettbewerbs sowie den »aspekte«-Literaturpreis. Der New Yorker druckte 1997 drei Erzählungen aus dem Band ab - eine Ehre, die unter den deutschsprachigen Autoren zuletzt Max Frisch zukam - und ließ ihn im April 1998 als einen der »Five Best European Young Novelists« von Richard Avedon porträtieren. Für seinen zweiten Erzählband Simple Storys erhielt er 1998 den Berliner Literaturpreis. 2001 wurde Ingo Schulze, zu gleichen Teilen mit Thomas Hürlimann und Dieter Wellershoff, der »Joseph-Breitenbach-Preis« verliehen. In dem Briefroman Neue Leben, in dem er ästhetisch neue Wege geht, erwartet den Leser ein breit angelegtes Panorama des Jahres 1989 und seiner Folgen. Neue Leben wurde in die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2006 gewählt. Kulturstaatsminister Bernd Neumann vergab im Juni 2006 an Ingo Schulze das Massimo-Stipendium 2007, das für einen einjährigen Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom steht. Im März 2007 erhielt Schulze für seinen Erzählungsband Handy den »Preis der Leipziger Buchmesse«. Mit Adam und Evelyn stand er 2008 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.  Ingo Schulze ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Seine Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt.

Ingo Schulze liest aus »Adam und Evelyn«

Zeruya Shalev


Zeruya Shalev lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Jerusalem. Berühmt wurde sie mit ihren zwei internationalen Bestsellern Liebesleben und Mann und Frau. Späte Familie bildet den Abschluss der Trilogie über die moderne Liebe. Im Januar 2004 wurde Zeruya Shalev unweit ihres Hauses durch ein Selbstmordattentat schwer verletzt, als ein voll beladener Bus neben ihr explodierte und neun Menschen ums Leben kamen.

Aner Shalev


Aner Shalev wurde 1958 im Kibbuz Kinneret geboren. Er studierte Mathematik und Philosophie an der Hebrew University of Jerusalem, an der er heute selbst lehrt. Er hat Erzählungen und drei Romane geschrieben.

Gary Shteyngart


Gary Shteyngart, 1972 in Leningrad geboren, emigrierte mit seinen jüdisch-russischen Eltern im Alter von sieben Jahren nach Queens, New York. Nachdem er in den frühen 90ern einige Zeit in Prag verbrachte, studierte er am Oberlin College Politikwissenschaft. Danach arbeitete er für verschiedene Non-Profit-Organisationen in New York. Sein Debüt Handbuch für den russischen Debütanten (2003) beendete er in Baku, Aserbaidschan, wo er auch gleichzeitig für seinen zweiten Roman Snack Daddys abenteuerliche Reise (2006) recherchierte. Er publiziert unter anderem in The New Yorker, Granta und Travel & Leisure. Shteyngart lebt in New York, in diesem Herbst ist er Fellow der American Academy in Berlin. Das Handbuch für den russischen Debütanten wurde mit zahlreichen Preisen, u. a. dem National Jewish Book Award for Fiction und dem New York Times Notable Book, ausgezeichnet.


Nasrin Siege


Nasrin Siege, geboren in Teheran, ist die Autorin zahlreicher Afrika-Jugendbücher und Sammlerin afrikanischer Märchen. Im Alter von neun Jahren zog sie mit ihren Eltern nach Deutschland, wo sie später Psychologie studierte und als Psychotherapeutin arbeitete. Mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern lebte sie viele Jahre in Sambia, Tansania und Madagaskar. Gerade ist sie mit ihrem Mann nach Äthiopien gezogen. Neben dem Schreiben arbeitet Nasrin Siege als Entwicklungshelferin in Kinderhilfsprojekten, die sie mit dem von ihr gegründeten Verein Hilfe für Afrika e.V. finanziell unterstützt.

Irina Tabunowa


Irina Tabunowa wurde 1979 in Moskau geboren. Erwachsenenwelt ist ihr Debüt. Soeben hat sie zwei weitere Romane abgeschlossen. Irina Tabunowa arbeitet als Pressesprecherin in einem staatlichen Museum und lebt mit ihrer dreijährigen Tochter in Moskau.

Paul Torday


Paul Torday, geboren 1946, studierte Englische Literatur am Pembroke College in Oxford. Seit über dreißig Jahren arbeitet er als freier Unternehmer im Ingenieurwesen. Mit seinem ersten Roman Lachsfischen in Jemen (BV 2007; BvT 2008) erfüllte er sich eine lang gehegte Ambition - zu schreiben. Lachsfischen in Jemen wurde sofort zu einem internationalen Bestseller und gewann den Bollinger Everyman Wodehouse Prize. Paul Torday lebt mit seiner Familie auf einem kleinen Schloss in Nordengland, in der Nähe des Flusses North Tyne.


Jonathan Trouern-Trend


Jonathan Trouern-Trend studierte an der University of Connecticut Biologie und arbeitet für das Rote Kreuz. Er lebt mit seiner Frau und fünf Kindern in Marlborough, Connecticut.

Dan Vyleta


Dan Vyleta ist der Sohn tschechischer Flüchtlinge, die Ende der sechziger Jahre nach Westdeutschland emigrierten. Er wuchs in Deutschland auf und ging zum Studium nach England. Nach seiner Promotion in Geschichte an der University of Cambridge arbeitete er mehrere Jahre als Universitätsdozent. Heute lebt er in Kanada. Pavel & Ich ist sein erster Roman, der in sieben Sprachen übersetzt wurde.

Autorenwebsite: danvyleta.com

Jan Wagner


Jan Wagner, geboren 1971 in Hamburg, lebt seit 1995 in Berlin. Lyriker, Übersetzer englischsprachiger Lyrik, freier Rezensent (Frankfurter Rundschau u.a.) sowie bis 2003 Mitherausgeber der internationalen Literaturschachtel Die Aussenseite des Elementes. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften erschienen im Berlin Verlag die Gedichtbände »Probebohrung im Himmel« (2001) und »Guerickes Sperling« (2004) sowie ein Band mit Übersetzungen ausgewählter Gedichte von James Tate, »Der falsche Weg nach Hause« (2004). Zusammen mit Björn Kuhligk publizierte er die Anthologie »Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen« (DuMont Literatur- und Kunstverlag 2003) sowie das Buch »Der Wald im Zimmer. Eine Harzreise« (Berliner Taschenbuch Verlag 2007).

Andreas Weber


Andreas Weber, geboren 1967, studierte Biologie und Philosophie in Berlin, Freiburg, Hamburg und Paris. Als freier Autor, Journalist und Redakteur schreibt er regelmäßig Beiträge für große Magazine und Zeitungen, u. a. für GEO. Andreas Weber lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Berlin.

Christian Weymayr


Christian Weymayr, geboren 1961, ist promovierter Biologe und arbeitet als Wissenschaftsjournalist mit dem Schwerpunkt Medizin. Er schreibt u. a. für DIE ZEIT und das Magazin brand eins. 2003 erschien von ihm das Sachbuch »Mythos Krebsvorsorge« (gemeinsam mit Klaus Koch).

Jeanette Winterson


Jeanette Winterson wurde 1954 in Lancashire geboren. Für ihren ersten Roman Orangen sind nicht die einzige Frucht erhielt sie 1985 den Whitbread Award; ihr Roman Verlangen wurde mit dem John-Llewellyn-Rhys-Preis, Das Geschlecht der Kirschen mit dem E. M. Foster Award der American Academy for Arts and Letters ausgezeichnet. Sie lebt als freie Schriftstellerin in London.


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