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Russische Apokalypse
Viktor Jerofejew
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Essays
Aus dem Russischen von Beate Rausch

256 Seiten   Gebunden
ISBN-13: 9783827007117

Erscheinungstermin: 7. Februar 2009

Viktor Jerofejew schreibt in diesen pointierten Essays von den vielen Gesichtern Russlands, den russischen Hedonisten und Patrioten und ihrem fortwährenden Kampf um Demokratie und Freiheit. Er jubiliert, prophezeit und kritisiert — nur eines tut er nicht: stillschweigen.
"Sie wissen, dass in unserem Land ein Staatsstreich stattgefunden hat? Was heißt hier: wann? Das genaue Datum zu nennen, ist unmÖglich, denn es gab ja keins. Es war einfach so, dass irgendwie Wind aufkam, der Himmel sich zuzog und Regen einsetzte.
Da haben Sie den ganzen Staatsstreich."

So zugespitzt kommentiert Jerofejew den staatlich gelenkten Wetterumschwung in Russland, verursacht von den Unsichtbaren, die die Nation auf ein unbekanntes Ziel hinsteuern. Und wer seine Heimat dennoch liebt, muss sich die Gegenfrage gefallen lassen: Liebt sie dich auch? Während Jerofejew noch ûber die russischen Befindlichkeiten
spottet, bleibt dem Leser das Lachen im Hals stecken, weil hinter der Provokation die Sorge um das Land spûrbar wird. Ein Land, in dem nach Jerofejews Überzeugung die Apokalypse eingetreten ist. Mit seiner Sicht auf die Lebensweisen von Neureichen und Politikern wie auf ideale Gatten, Schriftsteller, Freunde oder Hausfrauen erweist er sich als Kenner der russischen Seele. Die aber schwebt unentschlossen zwischen den Erfahrungen der Vergangenheit und den Herausforderungen der Gegenwart.
Viktor Jerofejew stellt erneut seine stilistische Brillanz unter Beweis, und seine Texte erzeugen gerade deshalb eine so große Wucht, weil sie trotz aller Wut und Emp×rung auch voller Liebe fûr die Literatur und Sprache seines Landes sind.
De Profundis
Viktor Jerofejew, fraglos eine der bedeutendsten Autoren der russischen Gegenwartsliteratur, erzählt von Frauen und Männern, von Obsessionen, von Lust und Melancholie, von den schrägen russischen Verhältnissen — und, natürlich, von seiner Liebe zu der großen drallen prallen schmuddeligen Schlampe, Moskau.

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Bibliographie
Der gute Stalin
De Profundis
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Der Mond ist kein Kochtopf
Die Moskauer Schönheit
Das Jüngste Gericht

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